Sky Soundbox im Test: Empfehlung nur für Sky-Kunden

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Wir haben die neue Sky Soundbox getestet: Bester Sound für das beste Programm?
Wir haben die neue Sky Soundbox getestet: Bester Sound für das beste Programm?

Sie neue Sky Soundbox im Test. In unserer Review erfährst du, wie sich die Soundlösung von Sky und dem französischem Klangspezialisten Devialet anhört und ob sie ihr Geld wert ist. 


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Seit Sommer 2018 bietet der Pay-TV-Anbieter eine Klanglösung in Form seiner „Sky Soundbox“ an. Das Gerät wurde  in Zusammenarbeit mit dem französischem Audiospezialisten Devialet entwickelt. Seit August 2018 ist die Soundbox für 599 Euro erhältlich. Sky-Kunden bekommen einen satten Rabatt von 300 Euro und zahlen nur 299 Euro. Zu diesem Preis werden sich womöglich einige Nutzer überlegen ihr Sound-Setup aufzurüsten. Zumindest wenn sie bislang das integrierte Soundsystem ihres Fernsehers nutzen. Sky verspricht den „besten Klang zum besten Programm“. Ob dieses Versprechen eingehalten werden kann, lest ihr hier.

Technische Details + Anschlüsse:

Die Sky Soundbox zerlegt in ihre Einzelteile. 6 Woofer und 3 Hochtöner liefern eine Gesamtleistung von 140 Watt
Die Sky Soundbox zerlegt in ihre Einzelteile. 6 Woofer und 3 Hochtöner liefern eine Gesamtleistung von 140 Watt

Im inneren der Sky Soundbox arbeiten sechs Subwoofer sowie drei Hochtöner. Einer ist mittig an der Front angeordnet. Zwei weitere befinden sich an den hinteren Ecken um ein 360-Grad Sounderlebnis ermöglichen zu können. Die Sechs Woofer verteilen sich wie folgt: Je zwei auf an der Front und Rückseite sowie je ein Subwoofer links und rechts. An satten Tiefen sollte es dem Modell nicht fehlen. Der Aufbau der Tweeter verwundert uns jedoch etwas. Womöglich wurden n diese nicht optimal gewählt oder sind aus bautechnischen Gründen so gewählt worden.

In puncto Konnektivität stehen dem Kunden ein HDMI Ein- und Ausgang zur Verfügung, ein optischer, digitaler Eingang (Toslink), ein USB-Anschluss sowie die Möglichkeit Soundstreams via Bluetooth auf die Sky Soundbox zu übertragen. WLAN oder Übertragungsstandards wie Apple Airplay werden leider nicht unterstützt. Die Ausstattung ist für ein „All-in-One“-Soundsystem aber vollkommen in Ordnung.

Anschlüsse der Sky-Soundbox auf der Rückseite (von links): Stromzufuhr, digital-optischer Eingang (Toslink), HDMI-Eingang, HDMI-Ausgang, USB 2.0
Anschlüsse der Sky-Soundbox auf der Rückseite (von links): Stromzufuhr, digital-optischer Eingang (Toslink), HDMI-Eingang, HDMI-Ausgang, USB 2.0

Inbetriebname

Man sollte sich wie bei jeder neuen Hardware natürlich einmal die Bedienungsanleitung durchlesen. Das erspart einem Probleme bei der Installation und schützt das Produkt zusätzlich vor Schäden. So weist Sky z.B. darauf hin, dass keine andere technische Komponenten auf oder unter die Soundbox platziert werden sollen. Selbst wenn der Formfaktor dazu einlädt eine Set-Top-Box wie den Sky Q-Receiver darauf abzustellen. Zu allen Richtungen soll ein Mindestabstand von 15 cm eingehalten werden, damit die Lautsprecher auch wirken können. Im Idealfall wird der Lautsprecher vor dem Fernseher, mittig positioniert. Das ist kein Problem bei unserem Testgerät KS9590 von Samsung. Bei unserem LG OLED ragt die „kompakte“ Klanglösung mit 9.5 cm Höhe bereits ins Bild des Fernsehers. Uns ist es ein Rätsel, wo die Sky Soundbox positioniert werden soll, fängt das Display des Fernsehers bereits sehr weit unten an (z.B. Sony A1 OLED oder AF9 OLED)

Die Sky Soundbox passt mit ihrer Höhe von 9.5 cm gerade so unter unseren 4K Fernseher ohne in das Bild zu ragen
Die Sky Soundbox passt mit ihrer Höhe von 9.5 cm gerade so unter unseren 4K Fernseher ohne in das Bild zu ragen

Wir haben die Sky Soundbox über den HDMI-Ausgang mit unserem TV-Gerät verbunden. Am HDMI-Eingang hängt der Sky Q Receiver. Zudem haben wir den Fernseher über Toslink nochmals angeschlossen, damit Soundinhalte vom TV (z.B. über Netflix oder Prime Video) an das Gerät weitergeleitet werden können. Das Gerät unterstützt leider kein ARC (Audio Return Channel) was eigentlich sehr praktisch gewesen wäre.

Nachdem die Box mit Strom versorgt ist aktivieren wir diese über die Fernbedienung und das Gerät meldet sich visuell (LED-Statusleuchte wechselt von Orange zu Grün) und akustisch mit einer Tonreihenfolge. Womöglich wird der Klang beim Einschalten dazu genutzt den Raum „auszumessen“ und den Klang entsprechend optimieren zu können. Über akustische Ansagen wird der Zuschauer auch informiert, welche Signalquelle ausgewählt wurde und ob die Synchronisierung von Bild & Ton erfolgreich abgeschlossen werden konnte. (A/V Sync-Taste befindet sich auf der Fernbedienung).

Wir haben über die Einstellungen des Sky Q Receivers noch unsere Fernbedienung mit der Sky Soundbox verknüpft und können uns so die im Lieferumfang befindliche Fernbedienung sparen (zumindest solange wir nicht die Signalquelle wechseln).

Am Gerät selbst befinden sich Steuerelemente um die Signalquelle zu wechseln, die Lautstärke einzustellen oder um die Sky Soundbox an- und auszuschalten
Am Gerät selbst befinden sich Steuerelemente um die Signalquelle zu wechseln, die Lautstärke einzustellen oder um die Sky Soundbox an- und auszuschalten

Sky Soundbox im Klangtest

Doch nun zum wichtigsten. Wie hört sich die Sky Soundbox überhaupt an? Wir haben das Gerät mittig vor dem Fernseher platziert und uns erst einmal ein Fußballspiel angesehen. Die Stationgesänge und die Stimme des Kommentators waren weitaus dynamischer als mit der integrierten Soundlösung unseres TV-Gerätes. Das liegt daran, dass die Klang-Treiber mit ihren größeren Chassis viel besser arbeiten können und der Klang in unserem Fall jetzt direkt zum Zuschauer abgestrahlt wird und nicht über „Umwege“ mit nach unten gerichteten (Down-Firing) Lautsprechern verzerrt wird.

Die Sky Q Sound "Soundoptimierung" macht den Unterschied aus. Funktioniert aber nur in Verbindung mit einem Sky Q Receiver
Die Sky Q Sound „Soundoptimierung“ macht den Unterschied aus. Funktioniert aber nur in Verbindung mit einem Sky Q Receiver

Der satte Bass ist das erste was auffällt. Die sechs Woofer leisten hier ganze Arbeit. Der Klang wirkt sofort realistischer. Egal ob es das dumpfen Klatschen des Fußballs beim Abstoß, oder die grölenden Fangesänge sind. Auch der Tweeter bringt den Kommentator und das Pfeifen des Schiris gut rüber. Das es aber noch besser geht, zeigt „Sky Q Sound“. Die Klangoptimierung steht leider nur in Verbindung mit einem Sky Q Receiver zur Verfügung und kann über die „?“-Taste aktiviert werden. Mit aktivierter Soundoptimierung im „normalen“ Klangmodi erwacht das Stadion erst so richtig zum Leben. Es gibt noch drei weitere Soundmodi:

  • Dialog: Dialoge im Programm werden hervorgehoben damit auch jedes Wort verstanden wird. Ist vor allem empfehlenswert für Leute, die in lauten Umgebungen schlecht hören oder für englischen Originalton (der oft etwas leiser ist als die Synchronisation)
  • Nacht: Laute Szenen werden auf ein mittleres Lautstärken-Niveau gedämpft. So bekommt man keine Probleme mit dem Nachbarn
  • Kids: Die maximale Lautstärke wird beschränkt damit die empfindlichen Ohren (und Eltern) der Kinder geschont werden.

Alle drei Klangmodi bringen genau das, was sie versprechen. Für ein einnehmendes Audio-Erlebnis sollte man jedoch den normalen Modus in Kombination mit Sky Q Sound nutzen. Bei TV-Übertragungen, Serien und Filmen bringt das definitiv einen Vorteil, solange diese über den Sky Q Receiver empfangen werden. Bei On-Demand Inhalten (z.B. den Film Justice League) haben wir rein subjektiv keine Veränderung der Klangs feststellen können. Ob es an unseren Einstellungen oder dem übertragenen Soundformat liegt (ggf. Kopierschutz) konnten wir nicht herausfinden.

Die Soundmodi "Nacht", "Stimme" und "Kids" können auch nur über das Menü des Sky Q Receivers aktiviert werden
Die Soundmodi „Nacht“, „Dialog“ und „Kids“ können auch nur über das Menü des Sky Q Receivers aktiviert werden

Leichte Abzüge gibt es bei der Klangstabilität bei Veränderung der Sitzposition. In unserem Versuch war die Soundbox rund 3,5 Meter entfernt, mittig vor dem TV-Gerät aufgebaut. Auf der Couch konnten wir auf 4-5 Sitzpositionen den vollen Klang der Sky Soundbox genießen. Sobald der Sitzwinkel zur Soundbox jedoch zu steil wird, verlieren sich die höheren Frequenzbereiche. Der Bass bleibt laut unserem Empfinden unverändert. Grund hierfür ist die gleichmäßige Verteilung der Subwoofer. Lässt man den Sitzwinkel noch steiler werden greifen langsam die Tweeter, die auf der Rückseite angebracht sind und die Höhen kehren zurück.

Das wird aber in den wenigsten Fällen ein Problem werden. Wir denken hier an Film- oder Fußballabende mit vielen Teilnehmern oder etwas abgelegene Sitzpositionen wie den „TV-Sessel links außen“. Uns hätte es besser gefallen, wenn die Tweeter auf der Rückseite nach vorne gerichtet wären. Dafür ist der Formfaktor der Sky Soundbox aber womöglich zu klein, was Überschneidungen der Klangwellen und somit zu Verzerrungen zur Folge hätte. Nicht umsonst nutzen viele Audio-Hersteller die Bauform eines länglichen Soundbars, um den Lautsprechern den Platz zu bieten, den sie benötigen.

Unkompliziertes Musikstreaming

Nach unseren positiven Eindrücken der TV-Wiedergabe haben wir uns noch dem Musikstreaming gewidmet. Wir wechseln die Signalquelle auf Bluetooth. Eine Stimme bestätigt uns welche Signalquelle ausgewählt ist. Unsere Testgeräte (iOS Smartphone, Android Smartphone & PC) haben sich innerhalb weniger Sekunden mit der Soundbox verbunden. Eine Code-Eingabe oder ähnliches war nicht nötig.

Auch bei der Musikwiedergabe hat uns der Klang zugesagt. Für eine Hintergrundbeschallung oder für die Rock-Platte am Abend ist die Sky Soundbox ideal. Als Mittelpunkt einer Party ist das Gerät aber nicht konzipiert. Hier fehlt es einfach an einem konstanten Abstrahlwinkel und die Bässe können bei extremer Lautstärke (abhängig von den Musikstücken) anfangen zu übersteuern. Dieses „Manko“ ist uns aber nur bei 2-3 Tracks bei hoher Lautstärke aufgefallen.

Fazit: Sky Soundbox

Wer keinen Platz und Lust auf eine Zwei-, Drei-Komponenten-Soundanlage hat und auch keine Ambitionen in Richtung Surround oder 3D-Sound verspürt für den ist diese „All-In-One“-Lösung ideal. Jedoch nur, wenn man aktiver Sky Kunde ist und das System für 299 Euro erhält. Der Mehrwert kristallisiert sich auch erst in Verbindung mit einem Sky Q-Receiver im Q-Sound-Modus. Der Preis von 599 Euro ist für Nicht-Kunden einfach überzogen. Für so viel Geld gibt es ebenbürtige oder sogar bessere Lösungen. Vielleicht dreht Sky irgendwann an der Preisschraube.

Sky Soundbox im Test: Empfehlung nur für Sky-Kunden
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